Warum kleine Abenteuer manchmal die schönsten sind
20. Mai 2026
Wuff zusammen,
hier meldet sich wieder euer Joker – Profi-Schnüffler, Snackkontrolleur und seit Neuestem auch offiziell im Einsatz als Nasenarbeits-Student.
Der Frühling ist da. Auch, wenn er sich ab und zu, so wie ich, von seiner sturen Seite zeigt.
Und mit Frühling meine ich: Mama hat plötzlich wieder ständig irgendwelche Ideen. Kaum scheint die Sonne einmal länger als fünf Minuten, heißt es sofort:
„Komm Joker, wir nutzen das schöne Wetter!“
Und ehrlich gesagt muss ich zugeben:
Ich bin dabei.
In den letzten Wochen hat es uns schon ein paar Mal an unsere Tiroler Lieblingsplätze verschlagen. Den Achensee haben wir heuer bereits unsicher gemacht und auch am Berglsteiner See waren wir unterwegs. Traumhaft dort. Wasser, Wald, Berge und überall spannende Gerüche. Während Mama und Papa die Aussicht genießen, bin ich eher mit wichtigen Dingen beschäftigt. Irgendwer muss schließlich kontrollieren, wer hier unterwegs war, ob irgendwo Essbares herumliegt und warum andere Hunde glauben, sie dürften einfach ohne Anmeldung vorbeilaufen.
Besonders gefallen hat mir aber unser Picknick in Seefeld.
Mama und ich haben dort einen kleinen Halbtagesausflug gemacht. Einfach raus, Sonne genießen und ein bisschen den Enten zuschauen.
Mama sagt nämlich, dass wir dieses Jahr im Sommer nicht verreisen können und deshalb lieber unsere Wahlheimat weiter erkunden.
Finde ich ehrlich gesagt eine ausgezeichnete Entscheidung. Weniger Kofferpacken, mehr Schnüffelzeit.
Während Mama gemütlich in der Sonne saß und die Aussicht genossen hat, habe ich selbstverständlich die wichtige Aufgabe übernommen, sämtliche Snacks im Auge zu behalten. Rein vorsorglich natürlich. Nicht dass am Ende noch irgendwas unbeaufsichtigt herumliegt.
Ich sage euch:
So ein Picknick mit Bergluft, Sonnenstrahlen und ein paar guten Leckereien hat schon fast Wellness-Qualität. Und es macht hudemüüüüde!
Achja und seit Anfang April gehen Mama und ich regelmäßig zum Anfängerkurs in Nasenarbeit. Anfangs wusste ich ehrlich gesagt nicht so genau, was das werden soll.
Inzwischen habe ich verstanden: Die Menschen verstecken Dinge und ich darf sie suchen. Endlich einmal eine Aufgabe, die meiner Qualifikation entspricht.
Mama ist jedenfalls wahnsinnig stolz, wenn ich das rote Ding finde.
Dabei tue ich natürlich immer so, als wäre das eine hochkomplizierte Spezialmission und nicht etwas, das ich schon längst gerochen habe, bevor Mama überhaupt „Wo ist der Kong?“ sagen konnte.
Aber ich will ehrlich sein:
Die Belohnungen danach motivieren zusätzlich.
Ohja und da fällt mir auch noch etwas anderes ein: letzte Woche waren Mama und ich ein paar Tage alleine zu Hause.
Und wow … ich muss euch sagen: Das war schon echte Quality Time. Wir haben zusammen gekuschelt, entspannt und ich durfte sogar auf Papas Bettseite schlafen. DAS passiert normalerweise eher nicht. Meistens muss ich mich schmal machen und in der Ritze schlafen, oder wenn es ganz mies läuft in meinem super kuscheligen Körbchen neben dem Bett (mit eigener Decke und Kissen). Ich habe mich natürlich sofort breitgemacht, damit Mama versteht, wie sehr ich diese Entscheidung unterstütze.
Aber ganz ehrlich?
Ich bin trotzdem froh, dass Papa wieder da ist.
Mama war nämlich teilweise ganz schön geizig mit den richtig guten Kaustangen, die Papa mir sonst immer zusteckt. Ich will ja niemanden schlechtmachen, aber bei den Snackportionen gibt es innerhalb des Rudels offenbar deutliche Unterschiede.
Aber mit einer Sache muss ich Mama jetzt schon nochmal loben. An meinem Geburtstag gab es Hunde-Eis. Und ich finde, darüber sollten wir wirklich öfter sprechen. Wieso gibt es das eigentlichn nur am Geburtstag? Von mir aus könnte der ganze Sommer aus Spaziergängen, Ausflügen, Picknicks und Hundeeis bestehen.
Ohren gespitzt und bis nächsten Mittwoch!
Euer Joker – Schnüffelprofi, Picknick-Aufpasser und Teilzeit-Eisvernichter 🐾



















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