Mein Sommerpraktikum


Zwischen Geburtstagsfeier, Almhütte und Belgienbesuch


15. Juli 2026


Wuff zusammen,

 

hier meldet sich wieder euer Joker.

 

Falls ihr euch gefragt habt, warum ich mich länger nicht gemeldet habe – ich war beruflich unterwegs.

 

Ich habe ein Praktikum auf der Alm gemacht. Zusätzlich musste ich Mamas Geburtstagsfeier begleiten, mehrere Teambesprechungen absolvieren und die Qualität verschiedener Grillabende überwachen.


Das Ganze begann damit, dass Mama Geburtstag hatte. Wobei... "Geburtstag" trifft es eigentlich nicht ganz. Ein normaler Mensch feiert einen Tag. Meine Mama hingegen hat beschlossen, gleich zwei Wochen daraus zu machen – mit Ausflügen, Besuchen und natürlich einer Geburtstagsfeier.

 

Ich wusste gar nicht, dass das überhaupt erlaubt ist. Falls doch, werde ich für meinen nächsten Geburtstag ebenfalls zwei Wochen beantragen. Oder besser gleich einen ganzen Monat. Ich werde das bei Gelegenheit mal mit Papa besprechen.

Ein paar Tage haben wir auf einer Almhütte verbracht. Allerdings nur tagsüber. Übernachten wollte Mama dort nicht. Irgendetwas von "mitten in der Pampa" und "lieber

doch zu Hause schlafen" hat sie gemurmelt.

 

Toll. Danke für das Vertrauen in meine Beschützerfähigkeiten.

 

Dabei hatte ich mich schon darauf eingestellt, endlich ein richtiger Almhund zu werden – Kühe zusammentreiben, Wanderer begrüßen, vielleicht ein paar Murmeltiere beobachten und jeden Tag frische Buttermilch trinken.

Daraus wurde zwar leider nichts, aber ehrlich gesagt war das Praktikum auch ohne Vieh ziemlich gelungen.

 

Es gab eine gemütliche Hütte, einen kleinen Bach zum Pfotenkühlen, herrliche Spaziergänge – sogar ohne Leine und manchmal ganz ohne Mama und Papa – und jede Menge Aussicht. Natürlich musste ich regelmäßig auf den Balkon, um zu kontrollieren, ob unten im Tal noch alles an seinem Platz ist. Irgendjemand musste schließlich den Überblick behalten.

Zwischendurch standen auch noch wichtige Meetings mit Mama auf dem Programm. Sie hatte Listen vor sich liegen und erklärte mir den Ablauf der Geburtstagsfeier. Ich hörte aufmerksam zu und unterstützte sie, indem ich möglichst interessiert schaute und alle Programmpunkte auf Hundefreundlichkeit überprüfte.

 

Außerdem hatten wir Besuch aus Belgien. Oma, Opa und Mamas Neffen waren da und ich habe mich schon riesig auf das Wiedersehen gefreut. Besonders auf das gemeinsame Butterbrote essen mit Opa Peter.

 

Naja... zumindest dachte ich das.

Gesehen habe ich die Verwandten nämlich gar nicht.

Mama meinte, das läge daran, dass ich bei unserem letzten Besuch in Belgien wohl etwas zu stürmisch gewesen wäre.

Seitdem hätten die Kinder wohl ein bisschen Respekt vor mir. Ehrlich gesagt, weiß ich bis heute nicht, was sie damit meint. Ich freue mich eben mit vollem Körpereinsatz.

Ich muss aber ehrlich zugeben: So ein Praktikum als Almhund ist ganz schön anstrengend. Kontrollgänge, Aussichtsdienst am Balkongeländer, Teambesprechungen mit Mama, Spaziergänge und später noch die Verantwortung als Grillkontrolleur – das zehrt ganz schön an den Kräften.

 

Zum Glück gab es im Pausenraum der Hütte ein gemütliches Sofa, das sich hervorragend für meine Regeneration eignete.

 

Als wir wieder zu Hause waren und Mama und Papa öfter mit den belgischen Verwandten unterwegs waren, wäre ich normalerweise beleidigt gewesen, nicht mitzudürfen.

Diesmal war ich allerdings ganz froh darüber. Nach zwei Geburtstagswochen und meinem Almpraktikum war ich nämlich einfach hundemüde und konnte endlich in aller Ruhe schlafen.

Jetzt genieße ich erst einmal meinen wohlverdienten Urlaub. Denn eines habe ich in den letzten Wochen gelernt:

Arbeiten ist schön... aber Ausruhen kann ich eindeutig besser.

 

Wobei... wenn Mama wieder Geburtstag hat, bin ich natürlich sofort wieder im Einsatz. Irgendjemand muss schließlich den Überblick behalten.

 

Ohren gespitzt und bis zum nächsten Mittwochsgebell!

  

Euer Joker



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